Als Kind war ich großer Sissi-Fan und wollte jedes Jahr zu König Ludwigs Schloß Neuschwanstein. Auch wenn ich selber keine Prinzessin war, wollte ich mich zumindest so fühlen und die großen Schlößer besichtigen.

Nachdem ich das Schloß Neuschwanstein, Hohenschwangau und Schloß Linderhof gefühlt schon in- und auswendig kenne, wollte ich etwas Neues kennenlernen. Ich habe schon öfters vom Schachenhaus gehört und gelesen und wollte es endlich mal sehen. Meine BergSehnucht war groß und so war schnell ein Ziel gefunden. Das Schachenhaus im Wettersteingebirge.

Wir starteten recht früh am Ausgangspunkt Schloß Elmau. Erst kürzlich war hier großes Tohuwabohu. Auch G8-Gipfel genannt. Das Schloß Elmau ist von außern wirklich ein Prachtexemplar und ich habe schon mit dem Gedanken gespielt hier ein Wochenende zu verbringen.
Nur ein paar Hundert Meter weiter gibt es Wanderparkplätze und von hier aus startet der Königsweg zum Schachenhaus. Entlang eines kleinen Bächlein wandert man hier stetig bergauf. Langsam entfernt sich das Geplätscher und folgt dem Weg weiter. An der Wettersteinalm hat man zwei Routen zur Auswahl. Kurz vor der Alm kann man rechts den kleinen Weg folgen und so über den Schachenweg zum Schachenhaus gelangen oder man läuft weiter geradeaus und nimmt den Weg hinter der Wetterstein Alm über das Schachentor zum Schachenhaus. Dies ist die anspruchsvollere (aber immer noch einfache) Variante aber etwas kürzere.

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Wir waren nicht richtig vorbereitet und sind einfach dem Schachenweg gefolgt. Hier kommt man auf eine kleine Anhöhe, von der man schon von weitem einen Blick auf das kleine Schlösschen werfen kann. Im Hintergrund sieht man die Alpspitze und den Hochblassen. Ein Traumhafter Blick.

Auch wenn das Schachenhaus nicht so prunkvoll ist, wie die anderen Schlösser König Ludwigs, punktet es aber mit der atemberaubenden Sicht ins Tal und auf das Wettersteingebirge. Das Schachenhaus selber ist ein kleines Museum, in dem regelmäßig am Tag Führungen angeboten werden. Die ehemals Bedienstetenhäuser sind heute eine Wirtschaft, in der man sich ein Radler oder einen Raditeller und weitere Schmankerl gönnen kann.

Wer  sich nicht von einem Weißbier oder Wurstsalat anlocken lässt, der sollte definitiv den nur fünf Minuten entfernten Aussichtspunkt ansteuern. Auf dem Weg zur Meilerhütte, direkt nach dem kleinen Törchen sollte man sich rechts halten und nach etwa 500 Metern findet man an der rechten Seite einen kleinen, durchwachsenen Weg, der zum Aussichtspunkt führt. Von hier hat man den wundervollen Ausblick auf das Wettersteingebirge. Defintiv ein Umweg wert!

Schachenhaus (über Königsweg):
Ausgangspunkt: Parkplatz Schloß Elmau
Aufstieg: 2,5 Stunden
Abstieg: 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht

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