Bergseen finde ich toll. Die Umgebung ist einzigartig, wenn die Bergflanken ins Wasser ragen, die Gipfel sich im Wasser spiegeln und die Farbe des Gewässers ist einzigartig Türkis. Meist sind Bergeseen an heißen Tagen nicht so überlaufen wie die Seen im Tal und man findet ein Eckchen, das man ganz für sich allein hat.

Vor kurzem habe ich wieder den Schrecksee entdeckt und mich sofort bei meinem Mann beschwert, warum wir noch nie dort waren. Nur ein paar Tage später war alles geplant und es ging ins Allgäu.

Von Hinterstein aus ging es mit dem Bus Richtung Giebelhaus, hintendran am Bus hingen unsere Mountainbikes. Am Elektizitätswerk „Auele“ startete unsere Tour. Über ein recht steiles Stück ging es vorbei am Wasserkraftwerk zur flachen Hochebene auf der man schon die Seile der Lastenbahn sehen kann, die bis zum Kamm laufen. Nach dem flachen Stück geht es wieder recht steil bis zum Kamm. Ich war leicht enttäuscht, als wir den Kamm erreichten und sich dahinter nicht gleich der Schrecksee auftat. Nach weiteren 15 Minuten konnten wir den türkis-grünen See mit der kleinen Insel dann endlich erblicken.

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Nach einer Brotzeit überredete mich mein Mann, noch einen Gipfel zu besteigen. Nachdem ich erst am Vorabend einen 28km Lauf gemacht hatte, war mein eigentliches Ziel nur der Schrecksee. Da ich aber nicht alleine dort zurückgelassen werden wollte, bin ich trotzdem hoch.
Nach einer Stunde erreichten wir den Gipfel des Kastenkopf über den nicht-markierten Weg. Von hier hat man eine tolle Aussicht auf den Schrecksee und auf der anderen Seite in das angrenzende Lechtal. Auch den Hochvogel konnten wir von hier aus sehen, den wir vor etwa zwei Jahren, an einem mindestens genau so heißen Tag, bestiegen hatten.

Allerdings machten wir nur kurz Pause am Gipfelkreuz, denn wir hörten die ersten Donnerschläge und sahen in der Ferne die ersten Regenschauer.
Der Rückweg war der gleiche wie der Aufstieg und entschieden und noch kurz indem kühlen Bergsee zu springen. Eine wundervolle Abkühlung an solchen heißen Tagen!

Der Abstieg erschien mir wegen dem langen Lauf am Vortag ewig. Aber zum Glück hatten wir unsere Mountainbikes am Einstieg des Wanderwegs deponiert. So konnten wir ganz gemütlich die Bergstraße, die wir morgens mit dem Bus gefahren sind, hinunterdüsen.

Als wir am Auto ankamen, fielen die ersten Tropfen.

Schrecksee & Kastenkopf:
Ausgangspunkt: Hinterstein, Parkplatz am Ende des Dorfs und gleichzeitig Buswendeplatz
Aufstieg: 2 Stunden bis Schrecksee, 1 Stunde bis zum Kastenkopf
Abstieg: 2,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel

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