Mittlerweile kann man endlich von Winter reden und vor einer guten Wochen haben wir endlich unsere erste gemeinsame richtige Skitour für diese Saison machen können. Leider ist der Winter aus München wieder verschwunden, aber ich möchte trotzdem den Anfängern unter uns zeigen, was ich auf meinen Touren anziehe.

Diese Frage erreicht mich relativ häufig. Die richtigen Klamotten für eine Skitour zu finden, ist schwierig, denn beim Aufstieg schwitzt man, am Gipfel kühlt man aus und auf der Abfahrt kann es einem auch ganz schön um die Ohren wehen.

Ich bin bisher immer ganz gut mit dem Zwiebelschichtsystem gefahren (was für ein Wortspiel). Diese besteht aus einem Base-, Mid- und Outer-Layer.

 

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BASE-LAYER

Die unterste Schicht liegt direkt auf der Haut auf.  Hier sollten weiche und Materialien bevorzugt werden, die den Schweiß schnell von der Haut weg transportieren.
An den Füßen sind natürlich Ski-Socken. Die abgebildeten sind von Icebreaker aus Merinowolle, die für natürliche kühle sorgen und den Schweiß einfach nach außen transportieren. Darüber trage ich ganz normale Ski-Unterwäsche. Meine ist von Mammut, die sich bisher ganz gut bewährt hat! An etwas wärmeren Tage reicht obenrum auch nur ein T-Shirt und wenn es an den Beinen zu heiß wird, kann man auch die lange Unterhosen weglassen.

 

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MID-LAYER

Die mittlere Schicht ist für die Wärme zuständig. Hier eignen sich Fleece-Pullis oder spezielle Mid-Layer Jacken, die zum Beispiel aus Daune oder einem alternativem Material besteht. Bei meiner Patagonia Hybrid Jacke sieht man ganz gut die Dauneneinsätze, der Rest besteht aus einem Stretch-Material, das einem noch ganz gute Beweglichkeit gibt.
Ich empfehle Kleidungsteile, die einen hohen Kragen haben, den man mit einem Reißverschluss ganz einfach öffnen und schließen kann. Je nach Wind und Wetter kann sich das als ganz nützlich erweisen!
Eine Mid-Layer für die Hose empfehle ich nicht. Beim Aufstieg kann das ziemlich heiss werden.

 

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OUTER-LAYER

Die äußerste Schicht bietet Schutz vor Wind und Wasser. Bei Sonnenschein kann man diese getrost weglassen und sich von den Sonnenstrahlen wärmen.
Bei schlechtem Wetter ist aber gerade diese Schicht sehr wichtig! Hier eignet sich eine Softshell-Jacke, die die Wärme ganz einfach wieder abgeben kann, aber keinen Regen oder Wind durchlässt. Hier nehme ich gerne meine Patagonia Jacke, die ich auch im Sommer zum Wandern benutze.
Die Skitouren-Hose wasserabweisend und hat Reißverschlüsse auf der Beinaussenseite, die man fast komplett von unten nach oben öffnen kann. Das ist im Frühjahr ganz praktisch, wenn es beim Aufsteigen recht heiß wird.

 

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ACCESSOIRES

Meinen Kopf schmückt noch ein Buff, das man wunderbar als Stirnband oder Halstuch tragen kann. Das ziehe ich wirklich sehr gerne an. Auch in meinen Urlauben ist es immer dabei um meine Ohren warm zu halten. Für den Gipfel habe ich eine leichte Fleece-Mütze dabei und natürlich Handschuhe für den Aufstieg, falls es kälter ist. Allerdings brauche ich die selten zum Aufsteigen, denn wenn ich in Bewegung bin, habe ich ganz gut durchblutete Finger und leide (genauso wie beim Laufen) selten unter kalte Hände.

 

Im Prinzip sollte man immer die verschiedenen Layer im Hinterkopf behalten. Je nach Wetter kann man den Mid-Layer weglassen. Zum Aufsteigen nutze ich meistens die ersten beiden Schichten und hab meine Jacke immer griffbereit an meinem Rucksack, wenn es windig oder kalt wird. Wer möchte, kann sich auch ein Wechselshirt mitnehmen, damit man am Gipfel nicht all zu schnell auskühlt.

Was ist eure Technik? Welche Klamotten zieht ihr bei Skitouren an?