Den verrücktesten Lauf, den ich seit drei Jahren mitmache ist der Nike Womens Run in Berlin. Nicht nur, weil wir tausende Mädchen sind, sondern weil wir 24 Stunden unterwegs sind.

Schon in den letzten Jahren versammelten sich tausende Frauen auf einem Gelände in Berlin, verbrachten den Tag gemeinsam und liefen dann dem Sonnenuntergang entgegen. Sogar wir Mädels aus München setzen und morgens in einen Bus, fahren in die Hauptstadt und nach dem Lauf direkt wieder zurück. Wenn das nicht crazy ist, dann weiß ich auch nicht.

Auch dieses Jahr war es wieder so weit und wir fuhren mit gut 100 Münchnerinnen in zwei Reisebussen nach Berlin. Der Wetterbericht hatte leider nicht viel Gutes zu sagen. Regen und warme Temperaturen. Auch unterwegs durchfuhren wir alle möglichen Wettersituationen. Nieselregen, Sonnenschein, starker Regen und graue Wolken.
Nach gut sieben Stunden lustige Busfahrt mit aufgedrehten Mädels, kamen wir in der Hauptstadt an und fuhn gleich zum Ort des Geschehens: das Tempelhofer Feld. Schon von der Straße konnte man die Zeltstadt erahnen und die ersten Beats erreichten uns.
Neben einer großen Bühne, wo unter anderem Anna F. und die schwedische Band Icona Pop als Hauptact auftraten, gab es einen Pool, eine Fotobox und eine Schminkstation. Kleine Foodtrucks sorgten für unser leibliches Wohl.

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Und das Wetter schien auch zu halten. Ab und zu erwärmten wir uns an den Sonnenstrahlen, die durch die Wolken brachen, bei Regen flüchteten wir in die Nike Boutique. Aber pünktlich zum Lauf hörte es auf zu regnen und wir konnten auf der zehn Kilometer Strecke alles geben. Bei einer Live NTC Session auf der Bühne konnten wir uns schon mal warm machen, bevor uns Icona Pop letztendlich ordentlich einheizte.
Als es langsam dunkel wurde, strömten die 10.000 Mädels Richtung Startblöcke und die Aufregung stieg. Punkt neun Uhr fiel der Startschuss und die kreischenden Mädels setzten sich in Schwung.
Die zehn Kilometer Strecke ging über den Tempelhofer Damm, durch den Bergman Kiez und zurück zum Tempelhofer Feld. Unterwegs feuerten uns unter anderem Trommlergruppen, ein Gospelchor und eine Cheerleader Gruppe an. Ich muss sagen, dass ich dieses Jahr von der Strecke enttäuscht war. Da war im letzten Jahr defintiv mehr WOW-Effekt auf der Strecke geboten.

Ich reihte mich mit ein paar Mädels aus München im „Unter 60 Minuten“ Startblock ein. Doch nach fünf Minuten im Laufmodus, packte mich der Ehrgeiz und ich wollte wissen, auf welchem Level ich gerade bin. Also sprintete ich los und überholte eine Pacerin – Mari, mit der ich vor zwei Jahren in San Francisco den Nike Womens Run gelaufen bin. Ich fühlte mich blenden und habe mich während dem ganzen Lauf nicht überfordert. Auf der Zielgerade, eine Startbahn des ehemaligen Flughafens, überholte ich noch eine Pacerin. Auf dem letzten Kilometer gab ich nochmal Gas und schaffte meine persönliche Wunschzeit. Glücklich und fertig lief ich durchs Zieltor und schnappte mir gleich Wasser, Müsliriegel und das Finisherarmband.

Eine Stunde später saßen wir dann auch schon wieder im Bus Richtung München. Nachdem wir alle unsere Erfolge und Eindrücke geteilt hatten, wurde es sehr ruhig im Bus und wir schlummerten den ganzen Heimweg.

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(Fotocredit: Nike)
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(Fotocredit: Nike)
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(Fotocredit: Nike)