Letzte Woche hieß es für mich „Urlaub“. Aber von Sonnenbaden und Büffetessen war nicht viel zu sehen. Das Reiseziel lag auf der Südhalbkugel und soweit südlich war ich noch nie. Aber, es war mehr oder weniger ein Inlandsflug. Die Insel heisst Île de la Réunion und gehört zu Frankreich. Sie liegt zwischen Madagaskar und Mauritius und ist für Wanderer ein einzigartiges Paradies. Wir mussten also hin.

Nach einem knapp 12-stündigen Flug von Paris haben wir die Hauptstadt von Reunion, St. Dennis, erreicht. Da war früh morgens gelandet sind, haben wir gleich unser Leihwagen geholt und sind losgedüst. Am ersten Tag gings zum Aussichtspunkt Cap Noir, bei dem man einen wunderschöenn Blick in den Cirque de Mafate hatten. Nachdem wir ein kleine Erkundungstour zum Bassin des Comorans bewältigt hatten und wunderschöne Wsserfälle dabei zu sehen bekamen, war der erste Tag auch schon vorbei. Zudem waren wir immernoch recht müde von dem langen Flug. Zu dem Zeitpunkt waren wir ja schon 48 Stunden unterwegs.
Am zweiten Tag haben wir den Grand Bernard bewandert. Eine 3 Stündige, leichte Bergtour bei der man am Gipfel einen wunderbaren Blick auf den Piton des Neiges und in die beiden Cirques Mafate und Cilaos hatten. Abends genossen wir noch den Sonnenuntergang mit frischen Früchten zum Abendessen am Strand.
Der dritte Tag wurde spannen. Zuerst machten wir einen Helikopterrundflug über den den Ciqrque de Mafate und Cirque de Salazie, durch eine Schlucht zum Trou de Fer und entlang der Felswände des Piton des Neiges wieder zurück. Nachmittags haben wir eben diesen erklommen. Zumindest bis zur Hütte Refuge de la Caverne Dufour.
Denn morgens um halb 4 ging die Tour weiter. Mit Stirnlampen bewaffnet stürmten wir noch vor Sonnenaufgang den Gipfel. Die ersten Sonnenstrahlen wärmten uns dann oben und belohnten uns mit einer wunderschönen Aussicht auf die ganze Insel.
Der nächste Tag startete nach einem kleinen Frühstück am einen der aktivsten Vulkane. Wir erklimmten den Berg und erhaschten einen Blick in den Krater. Sehr faszinierend. Nachmittags machten wir dann noch eine für Reunion typische Wanderung, die erst runterführt und dann zurück hoch. Wir erforschten ein kleines, abgelegenes Dorf, das weder eine Straßenanbindung noch einen Helikopterlandeplatz hatte. Den Bewohnern bleibt nur eins, um in die Zivilisation zurück zu gelangen. Die 2-stündige Wandertour aus dem Bassin raus.
In den letzten Tagen erforschten wir den Regenwald mit dem Trou de Fer – dem „Eisenloch“. Ein Wasserfall, dessen Wasser in ein ca. 300m tiefes Loch fällt.
Wir fuhren in den Cirque de Salazie, das morgens mit den ersten Sonnenstrahlen einer Märchenlandschaft gleicht. Während der Regenzeit stürzen hier überall Wasserfälle von den steilen Bergen. An unserem letzten Tag fuhren wir nocheinmal auf einen Pass, bei dem wir nochmal in den Cirque de Mafate reinschauen, uns vom Piton des Neiges verabschieden und den Cirque de Salazie in seiner vollen Pracht bewundern konnten.
Nach 8 Tagen ging unsere Reise in St. Dennis wieder zuende. Wir schauten uns nocheinmal an, wie die Sonne ins Meer versank und machten uns dann wieder auf die Rückreise mit Zwischenstopp in Paris.
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